Elternworkshop - Freiarbeit geht alle an!

Mit viel Euphorie und Enthusiasmus wurde 1996 die Freiarbeit an unserer Schule eingeführt. Selbständiges Lernen, Kreativität und Eigenverantwortung, aber auch Partner- und Teamwork hießen die Zauberwörter. Inzwischen sind die Meinung zu Sinn und Effektivität dieser Unterrichtsform sowohl bei Schülern und Lehrern als auch bei Eltern geteilt. Dabei haben einige die mühevoll eingerichteten Freiarbeitsräume, in denen die Schüler unserer 5. und 6. Klassen immerhin 4 Wochenstunden sowie 3 Wochenstunden in der Klasse 7 lernen, noch nict einmal von innen gesehen. Die wenigsten jedoch wissen, wieviel Zeit und Arbeit dahinter steckte, sinnvolle und ansprechende Materialien für die Schüler zu erstellen.

Umso besser war die Idee von Frau Riedel, einen Elternworkshop (Elterarbeitsgeschäft) zu organisieren. Am 30. Oktober 2001 um 19.00 Uhr trafen sich also ca. 20 Eltern und die Klassenleiter der Klassen 6/1 bis 6/4 im Freiarbeitsraum der 5. und 6. Klassen auf der Kirchstraße. So konnten sich die Eltern gleich ein Bild vom Arbeitsumfeld der Schüler machen. Einige Fachlehrer hatten im Vorfeld schon Material erstellt bzw. kopiert oder Lernspiele herausgesucht, die nun gemeinsam mit den Eltern in mühevoller Kleinarbeit zurechtgeschnitten, foliert und geordnet wurden, damit sie für die vielen Kinderhände auch lange gebrauchsfähig bleiben. Beim gemeinsamen Arbeiten konnte man auch über schulische Probleme der Schüler und die Potenzen der Freiarbeit ins Gespräch kommen. So verging die Zeit wie im Fluge und nach ca. 3 Stunden waren fast alle bereitgestellten Materialien aufbereitet.

Bleibt zu wünschen übrig, dass diese Aktion keine "Eintagsfliege" bleibt und sich auch künftig Lehrer, Eltern, aber vielleicht auch ältere Schüler vor Ort ein Bild über die Freiarbeit machen und den Verantwortlichen tatkräftig zur Seite stehen.

J. Rabe